Review: Hollywood Vampires “Rise”

von | Sep 14, 2019 | 0 Kommentare

Die Hollywood Vampires sind mit ihrem zweiten Album zurück: Rise.

Rock’n’Roll-Royalty Joe Perry, Hollywood-Superstar Johnny Depp und Shock-Rock Ikone Alice Cooper schufen zusammen das Rockalbum 2019, welches nun vor mir liegt und bewertet werden möchte.

Ich gebe zu, das erste Album von 2015 hat mir nicht wirklich zugesagt. Es wirkte nicht wie die Band Hollywood Vampires, sondern es wirkte wir eine weitere Scheibe von Alice Cooper. Mein Geschmack war es nicht, umso mehr war ich gespannt auf diese neue Scheibe.

Kennt Ihr eigentlich die Geschichte rund um die Hollywood Vampires? Der Bericht auf wikipedia.org ist wirklich lesenswert!

Auch dieses Mal werde ich meinen Senf zu jedem einzelnen Song geben. Die nur ein paar Sekunden lange Zwischen-Sequenzen werden ich allerdings nicht näher betrachten 😉

1 I Want My Now ist der Opener der Scheibe. Die Gitarre lädt förmlich ein, zu grouven und die Musik auf einen wirken zu lassen. Wenn man die Augen schließt, dass ist man irgendwo in den 70’ern und das gefällt. I want my now stimmt einen ein, auf das was kommt und man bekommt Lust.
2 Who’s Laughing Now erinnert mich ein ganz klein wenig vom Instrumentalen an The Dead Daisies aber spätestens, wenn man Alice hört, weiß man, wo man hier ist. Mir persönlich gefällt die zweite Stimme im Refrain.
3 The Boogieman Surprise ist ein typischer Alice Cooper Song – mehr fällt mir dazu dann auch nicht ein.
4 Welcome To Bushwackers ist ein Song, den man durchaus in die Country-Sparte einordnen könnte. Erfrischender Sound 🙂
5 You Can’t Put Your Arms Around A Memory (Johnny Thunder) wird gesungen vom Jonny und ja… Ein mega-Song!
6 Git From Round Me ist irgendwie schon ein guter Song – ein düsterer Song. 
7 Heroes (David Bowie) wird voller Gefühl gesungen von Johnny Depp und der Song berührt. Hier wird erinnert an die Ikone David Bowie – mehr als nur würdig. Ein absolutes Highlight auf dem Album.
8 New Threat ist dann auch schon wieder was rockiger. Unverwechselbar hier ist die Stimme von Alice Cooper. Ein klein wenig erinnert mich der Song an Schools Out, aber da mag ich mich auch vertun. Bei solchen Songs stelle ich mir immer eine Theke vor in einer abgerockten Bar – also, mir gefällts.
9 Mr. Spider ist ein etwas ruhiger, düstererer Song.
10 We Gotta Rise erinnert ein klein wenig an einen militärischen Lob-Gesang auf ironischer Art auf den Präsidenten Alice 😉
Und dennoch frage ich mich, was der Song hier auf dem Album sucht… 
11 People Who Died (Jim Caroll Band) ist eine gelungene Umsetzung des Songs. 
12 Congratulations ist auch so eine Komposition bei der ich nicht so ganz sicher bin, wie ich sie einordnen soll. Es ist eher eine Art von düsterem Sprechgesang und sowas mag ich persönlich sehr. Die Frage ist nur, ob solch eine Nummer etwas auf einem Rock-Album zu suchen hat?!

Ja, ich musste das Album mehr als einmal hören, ging ich doch mit einer gewissen – “Es klingt doch eh nur nach Alice Cooper” – Haltung an das Album heran und das war nicht gänzlich richtig. Sicherlich klingen einige Songs nach der Handschrift des Meisters, dennoch ergibt das Gesamte ein Werk der Hollywood Vampires und das gefällt. Was auch gefällt ist, dass man Classic-Rock erwarten kann und diesen auch bekommt. 

Was einem nicht unbedingt gefallen wird ist der Klang des Albums. Hier hätte man durchaus Potential nach oben gehabt – alleine das Können von Joe Perry kommt hier nicht wirklich zur Geltung.

Mein Fazit. Betrachtet man die Songs einzeln, hinterlassen sie bei mir durchweg keinen “Boah Ist Das Geil”-Eindruck. Sieht man das Album hingegen als Gesamtwerk, dann muss ich doch sagen, dass es mir persönlich gefällt. Unten in den Videos ist eins, wo alle Songs des Albums angespielt werden – einfach mal anhören und wenns gefällt: Amazon 🙂