Mit einer leichten Verspätung betraten die seit einem Jahr bestehende, fünfköpfige Formation „THE GÄS“ aus Köln die Bühne und schon nach den ersten Klängen war uns klar, dass auch diese Vorband uns flashen wird:

Auf ihrer Internetseite kann man lesen:
Wenn sich fünf umtriebige Musiker aus der Kölner Rockszene zusammentun, um der hedonistischen Dreifaltigkeit Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll zu huldigen, dann sollte der Bandname Programm sein.

Rockiger Sound aus der Kehle von Pedro Cardoso, dazu die ein wenig an den jungen Angus Young erinnernde Spielweise des Gitarristen Jakob Timmermann, dem zweiten Mann an der Gitarre (mitunter auch am Bass) Michael Krol, Mike Schneider am Bass (mitunter auch an der Gitarre) und der nicht ganz so unbekannten Sina Doering am Schlagzeug und fertig ist eine Rock-Band bei der man sofort merkt, dass sie auf die Menge losgelassen werden möchte.

Wir hatten keine Ahnung, hatten noch nie etwas von „The Gäs“ gehört – wir schauten uns an und es war klar, das, was wir da auf der Bühne sehen – es gefällt uns und wenn man so ins Publikum schaute, ja, es gab eine richtige Fanbase um diese Band und die machte gut Stimmung. Es machte einfach Spaß mit dabei zu sein. Es machte Spaß zu sehen, dass Rockmusik eben noch nicht gestorben ist – solche Bands wie diese junge Formation sind ein Garant dafür, dass es auch noch in vielen Jahren gute Rockmusik geben wird. 

Das heutige Konzert wird ganz sicher nicht das letzte gewesen sein, das wir uns von The Gäs anschauen werden.

Kaum hatte es die Vorband geschafft, dass einem warm geworden ist, da warteten auch schon “Massive” darauf, die Bühne auseinander nehmen zu dürfen.

Die Band »Massive« stammt aus dem australischen Melbourne und zählt vier Mitglieder: Brad Marr (Gesang), Andrew Greentree (Schlagzeug), Ben Laguda (Gitarre) sowie Alex Carmichael (Bass). In Australien und in Großbritanien sind sie schon bekannt – nun wird Europa unsicher gemacht. Wir hatten selber noch nicht viel von Massive gehört aber wir hatten Lust und da man übers Internet eh im Kontakt zu Brad stand – wir mussten einfach mal schauen, wer denn Massive überhaupt ist.

Anfänglich gab es ein paar kleinere technische Probleme doch die Improvisationskünste von Ben Laguda und dem gut gelaunten Publikum ließen keine Langeweile aufkommen. Ein Kabelbruch und eine gerissene Saite konnten den Abend nicht trüben. Es erwartete uns Rock vom feinsten rund um den sympathischen Bühnenteufel Brad an der Gitarre.

Dieses Konzert machte einfach nur Spaß und Lust auf mehr. Man konnte nicht nur die Energie auf der Bühne sehen, man konnte sie fühlen – es haben nur die Blitze gefehlt. Brad selber ist eine Rampensau – er und Ben zusammen, sie zeigten was man auch einer E-Gitarre so alles herausholen kann und sie zeigten weiter, was das einfach für einen Spaß macht. Man konnte merken, dass diese Musiker es einfach lieben, auf der Bühne zu stehen. Es gab keine Lückenfüller, nichts was abgesprochen. Bewegungen wurden einfach ausgeführt ohne das diese geprobt worden sind. Kurz: Es war ehrliche Musik von ehrlichen Menschen.

(c) by Massive

Beide Konzerte waren mehr als gelungen, es wurde Rockmusik gespielt und man schwitzte – so sollte es sein. Sicherlich hätte es voller sein können im MTC aber lieber sind uns 60 Menschen die Bock haben und abgehen als 120, die nur dumm rumstehen. Das Publikum selbst war gut gemischt, direkt harmonisch. 

Nach dem Konzert standen zwei gut gelaunte Bands bereit für Gespräche, Fotos und Autogramme – so wünscht man es sich.

Beide Bands sind derzeit auf Tour und wer die Möglichkeit hat, sollte sich diese Konzerte nicht entgehen lassen.