Knapp ein Jahr ist es her, dass wir Guns N’ Roses in Hannover gesehen haben und dieses Mal sollten wir keine nassen Füße bekommen – Guns’n’Roses spielten in der Veltins Arena, dem Stadion von Schalke 04 in Gelsenkirchen. Eine gute Verkehrsanbindung, viele Parkplätze, genügend Eingänge und ja, bis zum Einlass verlief es doch sehr entspannt. Vor dem Stadion konnte man sich stärken und sich auch schon mit Merch eindecken. Um 15:30 Uhr begann der Einlass und pünktlich um 17:30 Uhr betraten The Pink Slips die Bühne, die Band um Grace, die Tochter des Guns N’ Roses Bassisten Duff McKagan.

Ja, was soll ich da groß sagen, wir hatten vorher uns nichts von der Band angehört und demnach… wir waren offen. Die Band machte einen guten Job, nur leider gefiel uns nicht so richtig die Stimme der Sängerin und auch der Stil war nicht so wirklich unser Ding. Man muss allerdings dazu erwähnen, dass der Band nicht die ganze Breite der Boxen zur Verfügung stand, es kann also auch daran gelegen haben, dass der Sound eben doch nicht so ganz optimal für die Vorbands gewesen ist. Eine Stunde später traten dann die Manic Street Preachers auf und die weiblichen Fans aus GB kreischten sich die Seele aus dem Leib. Ich hatte die Band schon einmal 1994 in Köln gesehen also vor 24 Jahren und das konnte man der Band nicht anmerken. Musikalisch überzeugend brachten sie ihre Musik dar und heizten den extra aus GB angereisten Fans mit Hits wie Motorcycle Emtiness ein. Beide Vorbands machten eine guten Job und so kam es einem auch gar nicht so fürchterlich lang vor, als dann, pünktlich um 19:30 Uhr, Guns N’ Roses die Bühne betraten.

190 Minuten absolute Power erwarteten uns. Waren die letzten Berichte über das Konzert in Berlin auch nicht gerade positiv (Axl ging es an dem Abend nicht so gut, wie man auf der Internetseite https://www.msl24.de/promis/guns-roses-starten-ihre-not-this-lifetime-tournee-sonntag-juni-berlin-9905739.html lesen kann), so haben die Gunners an diesem Abend in Gelsenkirchen alles, absolut alles, richtig gemacht. Die Band agierte untereinander, Axl war nur am grinsen und agierte mit dem Publikum. Duff und Richard waren ebenso gut drauf und auch Slash sang mit, spaßte herum… die gesamt Band hatte an diesem Abend einfach nur Spaß und dieser Spaß übertrug sich.

Ohne Scheiß, dieses Konzert war in der Tat seit langer Zeit eines der besten Konzerte, die wir besucht haben. Hinzu kam das freundliche Miteinander innerhalb der Fangemeinde. Die Stimmung in der Arena war zwar nicht bombastisch aber sie war gut. Manchmal ging das Publikum mit – mal mehr, mal weniger – doch das tat dem Ganzen keinerlei Abbruch; es klatschte, es sang mit und die Menschen um uns herum strahlten. Und was war mit dem Sound? Zugegeben, mitunter gab es kleinere Probleme mit der Lautstärke aber hat das in irgendeiner Art und Weise gestört? Nein! Absolut nicht. Und warum? Weil wir eine Band gesehen haben, die gezeigt hat: Wir sind eine Band – Wir stehen zusammen auf der Bühne und Wir haben Lust daran, was Wir tun!

Guns and Roses hatten es geschafft – 190 Minuten gingen leider sehr schnell rum, doch das Publikum war einfach glücklich, an diesem Abend dabei gewesen zu sein; es war einfach ein grandioser Abend von dem man doch noch lange zehren wird. Ich persönlich fühlte mich an diesem Abend zurück versetzt… wäre da auf der Bühne ein großes rotes Sofa gewesen – wir hätten auch das Jahr 1993 schreiben können als die Band im Müngersdorfer Stadion in Köln gespielt hat. Freuen wir uns nun einfach auf das nächste Konzert – hoffentlich müssen wir nicht allzu lange warten, denn dieser Abend hat einfach hungrig auf mehr gemacht! 

 

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